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Preise

 
 

Bei den Medikamentenpreisen ist zwischen zwei Segmenten zu unterscheiden: Kassenpflichtige Medikamente und nicht kassenpflichtige Medikamente. Durch die staatlich verfügten Preissenkungen bei Medikamenten haben die Apotheken zwischen 2012 und 2015 Umsatzeinbussen in der Höhe 60 Millionen Franken erlitten. Das Bundesamt für Gesundheit prüft jährlich rund einen Drittel der Arzneimittel, die von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden

 
 
 
 

1. Kassenpflichtige Medikamente

Gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) vergütet die Krankenversicherung ein Medikament im Rahmen der obligatorischen Grundversicherung, wenn es von einem Arzt verschrieben wurde und es in der Spezialitätenliste (SL) des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aufgeführt ist. Die Höchstpreise dieser Medikamente legt das BAG fest.

Damit ein Medikament in die SL-Liste aufgenommen wird, muss es drei Kriterien erfüllen:

  • Wirksamkeit

  • Zweckmässigkeit

  • Wirtschaftlichkeit

Bei Ablauf des Patentschutzes oder spätestens 15 Jahre nach Aufnahme in die SL-Liste werden die Medikamente vom BAG überprüft.

Medikamente, für die Publikumswerbung betrieben wird, werden nicht in die SL-Liste aufgenommen.

Das Bundesgericht verlangt, dass bei Preisvergleichen von Medikamenten der therapeutische Aspekt mindestens so stark gewichtet werden muss wie der Preisvergleich mit dem Ausland. Deshalb hat das BAG die Preissenkungen 2016 provisorisch abgebrochen und einen Revisionsvorschlag der KVV (Verordnung zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung KVG) in die Vernehmlassung gebracht. Die Preissenkungsrunden werden ab 2017 wieder aufgenommen; pro Jahr werden je ein Drittel der rezeptpflichtigen Medikamente nach Indikationsgruppen verglichen. pharmaSuisse setzt sich für die Aufrechterhaltung von angemessenen Vertriebsanteilen bei immer tiefer sinkenden Fabrikabgabepreisen bei Generikaprodukten ein. Der Gewährleistung der Versorgungssicherheit in der Schweiz misst der Verband mit seinen Partnern eine grosse Bedeutung zu.

2. Nicht kassenpflichtige Medikamente

Sämtliche nicht kassenpflichtigen Medikamente unterliegen dem freien Markt. Das heisst, sowohl die Hersteller wie auch der Detailhandel sind in der Preisgestaltung frei. Nicht kassenpflichtige Medikamente, die nicht in der SL-Liste aufgeführt sind, müssen selbst bezahlt werden, ausser sie werden von der freiwillig abgeschlossenen Zusatzversicherung vergütet.

 
 
 

Kontakt

 
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Martin Born

Leiter Abteilung Märkte & Daten

T +41 (0)31 978 58 58

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