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Versandhandel

 
 

Der Versandhandel mit Medikamenten ist in der Schweiz grundsätzlich verboten. Denn Arzneimittel sind keine gewöhnlichen Konsumartikel: Um Patientenschutz und Arzneimittelsicherheit zu garantieren, ist persönliche Fachberatung zwingend vorgeschrieben.

 
 
 

Als Versandhandel gilt der Handel mit Waren, die z. B. in Prospekten oder Internetanzeigen angeboten und an Kunden versendet werden. Das heutige Abgabesystem von Arzneimitteln basiert im Interesse der Arzneimittelsicherheit und des Konsumentenschutzes auf der persönlichen Fachberatung durch einen Apotheker und der ärztlichen Überwachung. Beim Versandhandel fehlen Rezept, Beratung und Kontrolle. Zudem besteht das Risiko von Fälschungen und Transportschäden sowie die Gefahr, dass bei einem Postversand die Arzneimittel in falsche Hände (beispielsweise von Kindern) kommen könnten.

Problematische Haftung

Grundsätzlich muss bei allfälligen gesundheitlichen Schädigungen der Versandhändler haftbar gemacht werden. Ein grosses Problem für die Arzneimittelsicherheit stellen insbesondere Firmen dar, die ihre Dienstleistungen international und in der Regel per Internet anbieten. Versandhändler beliefern oft ihnen unbekannte Personen mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln ohne die nötigen Rezepte und somit ohne ärztliche Kontrolle. Haftbarkeitsansprüche an oft unbekannte ausländische Versandhändler sind zudem schwierig zu stellen.

Nachversand als Dienstleistung

Nachversand ist kein Versandhandel und nach einem persönlichen Erstkontakt im Einzelfall zulässig. Er unterscheidet sich vom Versandhandel durch:

  • Vorgängige persönliche Fachberatung durch einen Apotheker

  • Einzelfälle wie z. B. vorübergehende Ortsabwesenheit

  • Nichterhältlichkeit ab Lager

  • Keine Werbung für den Nachversand

  • Nicht hauptgeschäftliches Betreiben der Dienstleistung

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