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Die Apotheken sind die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen.

 

Egal wann, wie und wo in der Schweiz ein gesundheitliches Problem auftaucht – die nächste Apotheke ist nicht weit. 5292 Apotheker sind in den 1774 Apotheken für die Kunden und Patienten da. Dank ihres fünfjährigen Universitätsstudiums, anschliessender Weiterbildungen sowie der Pflicht zur lebenslangen Fortbildung sind sie nicht nur die Spezialisten für Medikamente, sondern auch ausgewiesene Gesundheitsexperten und ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Grundversorgung. Bis anhin wurden weder ihre Fähigkeiten noch die Infrastruktur der Apotheken optimal genutzt. Das ändert sich jetzt: Die steigende Nachfrage der Bevölkerung nach leicht zugänglichen Gesundheitsdienstleistungen sowie die angesichts des Hausärztemangels knapper werdenden Ressourcen erfordern eine neue Rollenverteilung innerhalb der medizinischen Grundversorgung. Das eidgenössische Parlament hat deshalb beschlossen, die Kompetenzen der Apotheker künftig besser zu nutzen.

 

Von 1000 Menschen erfahren 750 Menschen innert drei Monaten eine gesundheitliche Beschwerde. Davon entscheiden sich 250 Menschen, direkt einen Arzt aufzusuchen. 500 Menschen könnten dank des unkomplizierten Zugangs und der kompetenten Beratung ihr Problem in der Apotheke lösen: Der Apotheker übernimmt die Erstberatung und die Triage. Er bietet direkt eine Lösung an oder empfiehlt, einen Arzt oder eine Spitalnotaufnahme aufzusuchen. Da viele Menschen lieber und eher in die Apotheke als zum Arzt gehen, leisten die Apotheker einen zentralen Beitrag für die Volksgesundheit. Dies gilt für chronisch kranke wie auch für akut kranke Menschen. Es hilft aber auch, alle gesunden Menschen fit zu halten – mit Präventionsdienstleistungen wie z. B. Impfen oder anderen Vorsorgeberatungen. Zudem tragen die Apotheken wesentlich dazu bei, Kosten zulasten der Krankenkassenprämien einzusparen.

 
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Der Apotheker bietet Lösungen bei gesundheitlichen Problemen.

 
 

Kunden schätzen in der Apotheke, dass ihr Gegenüber eine gründliche Erstabklärung bei vielen gesundheitlichen Problemen vornehmen kann. Bei der sogenannten Triage klärt der Apotheker ab, ob er ein Medikament selbst abgeben kann (symptomorientierte Therapie) oder ob die Überweisung an einen Arzt oder ins Spital notwendig ist. Hausärzte und Notfalleinrichtungen sollen nicht mit normal verlaufenden Fällen belastet werden. Gleichzeitig übernimmt die Apotheke wichtige Aufgaben in der Prävention, denn sie hat auch Zugang zu Gesunden, die nicht zum Arzt gehen. Umso wichtiger ist, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen den Erhalt der guten Infrastruktur der Apotheken ermöglichen und die Leistungen fair abgegolten werden.

 
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Die Apotheker erhalten mehr Kompetenzen.

 

Mit der Revision des Medizinalberufegesetzes (MedBG) hat der Gesetzgeber im Frühjahr 2015 den Grundstein für die neue Rolle der Apotheker in der medizinischen Grundversorgung gelegt. Mit der Kompetenzausweitung gehen auch neue Anforderungen einher. So erwerben Apotheker in Zukunft bereits im Studium die Kompetenzen zum Impfen sowie zur Diagnose und Behandlung häufiger gesundheitlicher Störungen und Krankheiten. Ausserdem gibt es künftig eine Weiterbildungspflicht für die eigenverantwortliche Berufsausübung – wie bei den Ärzten. Folgerichtig gesteht das revidierte Heilmittelgesetz (HMG) den Apothekern künftig erweiterte Abgabekompetenzen zu, u. a. bei der Abgabe gewisser rezeptpflichtiger Medikamente nach einem persönlichen Kontakt mit dem Patienten.

Schutz für die ganze Bevölkerung

Bei diesen Neuerungen gibt es ausschliesslich Gewinner: Hausärzte und Notfalleinrichtungen werden von medizinisch einfachen Fällen entlastet, sodass sie sich stärker auf Patienten mit schwerwiegenden Problemen konzentrieren können. Gleichzeitig werden unnötige Behandlungskosten und Wartezeiten minimiert. Bei akuten Erkrankungen leistet der Apotheker schnell die benötigte Erstversorgung – und zwar ohne Voranmeldung. Auch präventive Massnahmen sind leichter zugänglich, damit sich Krankheiten verhindern oder zumindest rechtzeitig erkennen und behandeln lassen.

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