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Zahlen und Fakten – Die Apotheken stehen für Qualität und Vertrauen

 
 

Die Apotheken liefern geprüfte Top-Qualität.

 
 

Qualität und Sicherheit für Patienten haben in der Apotheke höchste Priorität. Deshalb wird die fachgerechte Ausführung einer Medikamentenabgabe auf Rezept regelmässig mit Testkäufen überprüft, und zwar mit einem sogenannten Mystery Patient, der ein Rezept einlöst. Die Kriterien werden durch die paritätische Qualitätskommission von pharmaSuisse mit Tarifsuisse/Curafutura (PQK) aufgrund des Tarifvertrags Leistungsorientierte Abgeltung (LOA) festgelegt. Bisher haben die Testkäufe jedes Jahr bei denjenigen Apotheken stattgefunden, die den LOA-Vertrag unterzeichnet haben.

Tests in allen Apotheken

Seit 2016 werden die Tests in allen Schweizer Apotheken durchgeführt. Von 686 getesteten Apotheken erreichten im Jahr 2015 auf Anhieb 98,8 Prozent die minimal geforderte Punktzahl. Die meisten übrigen Apotheken haben anschliessend beim wiederholten Anlauf bestanden. Fällt eine Apotheke auch bei diesem zweiten Testkauf durch, wird sie einer strengeren Prüfung vor Ort unterzogen. Besteht sie dieses Audit auch nicht oder verweigert sie die Zusammenarbeit, drohen ernste Sanktionen durch die Paritätische Vertrauenskommission PVK, bestehend aus Krankenversicherern und Apothekern.

 
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Die Anzahl der positiven Resultate nimmt deutlich zu. Das liegt einerseits an der Bekanntheit des Mystery Shoppings und seinen Messindikatoren und ist anderseits an eine regelmässige Durchführung geknüpft.

 

Der Vier-Augen-Check durch den Apotheker erhöht die Sicherheit der Patienten.

 

Sowohl während der regulären Öffnungszeiten als auch im Notfalldienst ist immer mindestens ein diensthabender Apotheker vor Ort, der jedes Rezept überprüft.

 
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Medikamenten-Check

Beim Medikamenten-Check achtet der Apotheker unter anderem darauf, ob es innerhalb des Rezepts Ungereimtheiten oder Widersprüche gibt. Ist es unleserlich oder ergeben sich Fragen bezüglich der Dosierung, kontaktiert er den behandelnden Arzt. Zudem klärt der Apotheker seinen Patienten über mögliche Risiken und Nebenwirkungen der verschriebenen Medikamente auf und schlägt dem verschreibenden Arzt Alternativen vor, falls er Wechselwirkungen innerhalb eines Rezepts erkennt.

Bezugs-Check

Beim sogenannten Bezugs-Check gleicht er ausserdem die verschriebenen Arzneimittel mit dem Patientendossier ab. Darin sind alle Medikamente aufgeführt, die der Patient in dieser Apotheke bisher auf Rezept bezogen hat. So behält der Apotheker den Überblick über die aktuelle Medikation, auch wenn ein Patient bei verschiedenen Ärzten in Behandlung ist.

 

Die Schweizer Apothekendichte ist bescheiden.

 
 

Auch wenn verglichen mit den umliegenden Ländern die helvetische Apothekendichte bescheiden ausfällt, verfügen wir in der Schweiz über ein qualitativ hochstehendes Netz. Die Schweizer Apotheken sorgen als erste Anlaufstelle dafür, dass die Medikamentenversorgung und die damit verbundene Dienstleistungen leicht zugänglich sind. Sie übernehmen einen wichtigen Beitrag für die medizinische Grundversorgung inklusive gesundheitsunterstützender und präventiver Massnahmen.

Wichtig für medizinische Grundversorgung

Die Zahl der Apotheken ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben – trotz der Zunahme der Wohnbevölkerung und der steigenden Lebensdauer. Ende 2015 waren es 1774, netto sind das zehn mehr als Ende 2014. Bei den Schliessungen und Neueröffnungen fällt auf, dass vor allem die Städte von strukturellen Änderungen betroffen sind: Neue Apotheken öffnen ihre Türe an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen, Einkaufszentren und in der Innenstadt. Umgekehrt erfahren Stadtquartiere und ländliche Gebiete gerade das Gegenteil. Fehlt hier die Apotheke, stellt dies für chronisch kranke Menschen eine einschneidende Beeinträchtigung ihrer wohnortnahen medizinischen Grundversorgung dar.

 
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Mit 22 Apotheken pro 100 000 Einwohner liegt die Schweiz unterhalb des europäischen Durchschnitts. Die Mitgliedstaaten der europäischen Union weisen eine durchschnittliche Apothekendichte von 31 Apotheken pro 100 000 Einwohner auf.

 

Im umkämpften Markt bewegen sich Ketten und Gruppierungen in einer grossen Dynamik.

 

Es gibt in der Schweiz unabhängige Apotheken und Kettenapotheken. Ketten gehören zu einem zentral verwalteten Unternehmen, wobei der verantwortliche Apotheker als verantwortliche Medizinalperson der Apotheke für das Unternehmen arbeitet. Neben den eigentlichen Ketten gibt es die sogenannten Mini-Ketten (5 bis 15 Apotheken).

Gruppierungen nutzen Synergienes

In Gruppierungen schliessen sich unabhängige Apotheken zusammen, um von Synergien zu profitieren, unter anderem beim koordinierten Einkauf, dem Marketing und der Fortbildung. Der Apotheker bleibt unabhängiger Inhaber und verwaltet seine Apotheke selbstständig, darunter fällt auch sogenannter Mehrfachbesitz (bis 4 Apotheken). Einige Apotheken gehören mehreren Gruppierungen an.

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Der Apotheker weiss bei Medikamenten am besten Bescheid.

 

Apotheker lernen ein Leben lang, dafür sorgt das dreiteilige Bildungssystem der Schweizer Pharmazeuten. Es besteht aus dem Studium, einer voraussichtlich ab 2017 oder 2018 startenden obligatorischen Weiterbildung zum Fachapotheker und den obligatorischen Fortbildungen.

 

Weiterbildungspflicht wie bei den Ärzten

Die Schweiz ist seit 2013 weltweit das erste Land mit einem nationalen, staatlich anerkannten Weiterbildungsgang in Offizinpharmazie, der zu einem Fachapotheker-Titel führt. Dieser bietet sich für Berufsanfänger an, die ihre Kenntnisse nach dem Studium festigen und vertiefen wollen. Leiter oder stellvertretende Leiter einer öffentlichen Apotheke müssen den staatlich anerkannten Weiterbildungsgang in Offizinpharmazie künftig erwerben, genau wie Mediziner ihren Facharzttitel. Neben der Weiterbildung zum Fachapotheker gibt es diverse andere Weiterbildungen, mit denen Apotheker neue Kompetenzen erlangen können, wie beispielsweise das Impfen oder die Arbeit mit netCare. Die zweijährige Weiterbildung zum Fachapotheker kostet ca. 25 000 Franken. Die obligatorischen Fortbildungen bringen jährlich zusätzliche Kosten.

 

Lebenslange Fortbildungenrgienes

Apotheker sind nebst der Weiterbildung zu lebenslanger Fortbildung verpflichtet. Sie müssen unter dem Strich einen Abend pro Woche in die Fortbildung investieren – und das zusätzlich zum Berufsalltag in der Apotheke. Dabei können sie aus einem Angebot von mehr als 1400 Veranstaltungen jährlich wählen. Das lebenslange Lernen bedeutet für die Apotheker nicht nur einen zeitlichen, sondern auch einen finanziellen Aufwand, denn die Kosten dafür müssen sie selber tragen.

 
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Erstklassige Arbeit erfordert erstklassiges Wissen. Es ist wichtig, dass die Apotheker mit dem nötigen Rüstzeug für ihre anspruchsvollen Aufgaben ausgestattet sind. Deshalb entwickelt sich die Aus-, Weiter- und Fortbildung ständig weiter – für eine wissenschaftlich fundierte Arbeit, die dem aktuellen Bedarf der Bevölkerung entspricht.

 

Das Vertrauen in die Apotheker ist sehr hoch.

 
 

Apotheker sind in den Augen der Schweizer Bevölkerung Gesundheitsprofis, die hohes Vertrauen geniessen. Die Umfrage des Forschungsinstituts GFS Bern zeigt ebenfalls, dass das Interesse an neuen Angeboten aus der Apotheke wie Gesundheits-oder Vorsorgetests gross ist. Bei leichten Gesundheitsstörungen ist für einen grösseren Anteil der Bevölkerung der Gang in die Apotheke im 2016 naheliegender als der Besuch beim Arzt, wie aus der Befragung von 1220 Personen hervorgeht. Das dürfte in der Zufriedenheit mit den Serviceleistungen, dem hohen Vertrauen in Apotheker und der örtlichen Nähe begründet liegen. Auch kristallisieren sich soziodemografisch klar umrissene Gesellschafts-gruppen heraus, die sich bei leichten Gesundheitsstörungen deutlich eher an Apotheken wenden; es sind vor allem jüngere, in der Westschweiz lebende Personen und solche mit mittlerer Krankenkassenfranchise.

 
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