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Fakten und Zahlen – die Apotheken sind in Zukunft wichtiger denn je

 
 

Es braucht mehr Apotheker in der Schweiz.

 

In der Schweiz ist das Pharmaziestudium in voller Länge an drei Universitäten möglich: an der Universität Basel, der ETH Zürich und der Universität Genf. Geplant ist, dass auch in Bern bald wieder das volle Studium absolviert werden kann. Die Zahl der Studierenden ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben, wobei der hohe Frauenanteil auffällt.

 

Was lernen Pharmaziestudierende?

Das Pharmaziestudium dauert fünf Jahre und ist sehr praxisorientiert. So werden die Apotheker optimal darauf vorbereitet, die Erstabklärung in der Apotheke vorzunehmen. Insbesondere im letzten Studienjahr, dem Assistenzjahr, fokussieren sich die Studierenden auf die patientenorientierte Pharmazie. Dabei lernen sie, eine gründliche Anamnese vorzunehmen, auf deren Basis sie entscheiden können, ob sie dem Patienten ein Medikament abgeben oder ihn an einen Arzt oder ins Spital überweisen müssen.

 

Mehr Kompetenzen

Bei der Revision des Medizinalberufegesetzes (MedBG) hat das Parlament beschlossen, dass künftige Apothekergenerationen im Studium ausserdem bereits die Grundkenntnisse zum Impfen sowie zur Diagnose und Behandlung häufiger Gesundheitsstörungen und Krankheiten erlangen sollen.

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Die Zahl der Pharmaziediplome zeigt, wie viele Personen das Pharmaziestudium erfolgreich abschliessen. Die Anzahl der Studieneintritte ist naturgemäss höher. Im Jahr 2025 werden wir 350 bis 400 ausgebildete Apotheker pro Jahr benötigen, um den Bedarf zu decken und eine optimale medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in der Schweiz zu gewährleisten.

 

Die Apotheken arbeiten Hand in Hand mit Ärzten und Krankenkassen.

 
 

netCare verbindet die Erstberatung in Apotheken anhand der standardisierten Triage mit der Möglichkeit einer ärztlichen Konsultation: Der Kunde wird behandelt und erhält je nach Ergebnis ein rezeptfreies Medikament oder wird an einen Arzt oder an eine Notfalleinrichtung verwiesen. Dabei kann der «Arztbesuch» direkt in der Apotheke mit Telekonsultation (z. B. MedGate) erfolgen – bei Bedarf verschreibt der zugeschaltete Arzt auch Medikamente. Das Angebot eignet sich bei häufigen Krankheiten und kleinen Verletzungen und erübrigt in vielen Fällen den Gang zum Arzt oder in den Notfall eines Spitals. 24 verschiedene Krankheiten können unkompliziert in der Apotheke abgeklärt werden.

Zu den häufigsten gehören:
– Augenentzündungen
– Hautpilz
– Ekzeme
– Rückenschmerzen
– Blasenentzündung
– Halsentzündung

Ohne Voranmeldung

Ein weiterer Pluspunkt: netCare kann ohne Voranmeldung auch zu Randzeiten, am Abend und am Wochenende, wenn die Arztpraxis geschlossen ist, in Anspruch genommen werden. Insgesamt bieten Ende 2015 167 Apotheken netCare an.

Auch Krankenkassen erkennen die Kundenfreundlichkeit und das Kostensparpotenzial: netCare bildet die Grundlage für alternative Versicherungsmodelle wie z. B. Swica mit Medpharm (Start 2016) und Sympany mit Casamed Pharm (Start 2017).

 
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Die Anzahl der netCare-Apotheken variiert stark. Die Landkarte veranschaulicht auch hier, dass die medizinische Versorgung in der Schweiz regional unterschiedlich geprägt ist. Ende Oktober 2016 boten 229 Apotheken netCare an.

 

Die Haushaltsbelastung durch Medikamente ist gering.

 

Im Vergleich mit anderen Budgetposten fallen die Ausgaben für Medikamente tief aus. Leistungen für Spital-und Arztbesuche belasten die Haushaltskasse stärker: Sie fallen mehr als doppelt so hoch aus.

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Versandhandel ist gefährlich und zahlt sich nicht aus.

 

Das Bundesgericht hat im September 2015 bestätigt, dass der Versand von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne Vorliegen eines ärztlichen Rezepts laut Heilmittelgesetz (HMG) nicht zulässig ist. Ein Patientenfragebogen genügt für den Versand solcher Arzneimittel nicht. Ein persönlicher Kontakt zwischen Fachperson und Patient ist notwendig, bevor ein Medikament abgegeben bzw. versendet werden darf. Nur so kann der Gesundheitszustand ausreichend abgeklärt und den Regeln der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaften entsprochen werden, so das Bundesgericht.

 

Gefährliche Schmuggelware

In der Schweiz ist die Sicherheit der Patienten oberstes Gebot. Die Qualitätsmassstäbe und -prüfungen sind entsprechend hoch angesetzt, um den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Ein Beispiel: 103 Länder beteiligten sich 2016 an der international durch Interpol koordinierten Aktionswoche «PANGEA IX» zur Bekämpfung des illegalen Internethandels mit Arzneimitteln. Die Behörden kontrollierten weltweit 332 936 Sendungen. Davon beschlagnahmten sie 170 217 Sendungen. 4938 Webseiten, die illegale Arzneimittel anboten, wurden geschlossen. Der Schweizer Zoll, Swissmedic und Antidoping Schweiz kontrollierten am Flughafen Basel-Mülhausen und im Postzentrum Zürich Mülligen über 2000 Sendungen. 765 Sendungen enthielten Arznei-oder Dopingmittel, 82 wurden beschlagnahmt. Mit Abstand am meisten illegal importierte Arzneimittel stammen aus Indien (23 %), gefolgt von Deutschland (18 %) und Kambodscha (16 %).

Am falschen Ort gespart

Neben den grossen gesundheitlichen Risiken, die von illegalen Medikamenten ausgehen, muss der Konsument ebenfalls bei der monetären Attraktivität Abstriche hinnehmen: Denn die Preissenkungsrunden haben die Kostenstruktur im Versandhandel unter Druck gesetzt und begünstigen die Tendenz, Bestellung an unnötig grosse Mengen zu koppeln. Weiter besteht für Besteller die Gefahr, dass persönliche Daten wie Kreditkartenangaben durch die kriminellen Organisationen missbräuchlich verwendet werden. Wer im Internet Arznei-oder Dopingmittel aus unbekannter Herkunft bestellt und einnimmt, geht somit grosse – gesundheitliche und finanzielle – Risiken ein.

 
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Dank der Prävention in Apotheken bleiben die Gesunden länger gesund.

 

Die Vorteile von leicht zugänglichen Präventionsangeboten in den Apotheken wie der Darmkrebsvorsorge und des Impfens von gesunden Erwachsenen sind enorm gross. Von der höheren Durchimpfungsrate profitiert am Ende die ganze Bevölkerung, insbesondere auch diejenigen Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen selber nicht impfen lassen können.

 
Darmkrebs
 
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Frühzeitig entdeckt, ist Darmkrebs sehr gut heilbar. Mehr als 700 Apotheken bieten seit 2016 einen unkomplizierten Stuhltest für zuhause an. Über 50-Jährige – insbesondere auch Gesunde, die nie zum Arzt gehen – können so ihr Darmkrebsrisiko testen.

  • 26080 Personen

    Risikoevaluationen gesamt während Kampagne 2016

  • 23024 Personen

    Einverständnis für Datenauswertung

  • 58 Personen

    Dadurch früherkannte Darmkrebsfälle (berechnet)

  • 86 Personen

    Dadurch verhinderte Darmkrebsfälle (berechnet)

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