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Geschichte(n) erzählen

 

Der Schweizerische Apothekerverband hat seine Geschichte und die der Entwicklung der Pharmazie seit 1843 gut dokumentiert. Nach 175 Jahren werfen wir einen Blick zurück und wagen einen Ausblick in die Zukunft. Erfahren Sie hier mehr zur Geschichte des Schweizerischen Apothekerverbandes.

 
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Meilensteine in der Pharmazie und dem
Schweizerischen Apothekerverband

1800 –18401804/1805 gelingt es, den Wirkstoff Morphin aus der Mohnpflanze zu isolieren und gezielt für Schmerzmedikamente einzusetzen. Weitere Medikamente mit sogenannten Alkaloiden, z. B. mit Codein, kommen in Umlauf und helfen gegen Schmerzen, Husten, Fieber usw.
1843Führende Apotheker gründen in Zürich die Dachorganisation der Apothekerinnen und Apotheker: den Schweizerischen Apothekerverband. Heute heisst der Berufsverband mit Sitz in Bern-Liebefeld pharmaSuisse und feiert sein 175-Jahre-Jubiläum. Dem Verband sind rund 6300 Einzelmitglieder und 1500 Apotheken angeschlossen.
1850 –1900Die ersten synthetischen Medikamente, wie z. B. Aspirin und Schlafmittel, kommen auf den Markt. Sie verdrängen aber nur langsam die traditionellen Therapiemethoden, die sich vorwiegend auf Pflanzen stützen.
1865Die erste Pharmakopöe wird herausgegeben. Es handelt sich dabei um ein amtliches Arzneibuch, das verbindliche Qualitätsvorschriften für Arzneimittel, Hilfsstoffe und einige Medizinprodukte vorgibt.
1880 –1920Die ersten pharmazeutischen Institute werden in Bern, Basel, Zürich, Genf und Lausanne aufgebaut und bieten ein standardisiertes Universitätsstudium mit eidgenössischem Diplom an. Vorher absolvieren Schweizer Apotheker ihr Studium mehrheitlich im Ausland.
1900Vor der Jahrhundertwende werden kantonale Vereine gegründet, die die Anstrengungen des Schweizer Verbands ergänzen und verstärken. Die ersten Studentinnen erscheinen an den Hochschulen und beginnen eine starke Bewegung der Feminisierung des Berufs.
1911Das erste eidgenössische Krankenkassenversicherungsgesetz wird eingeführt. Erst seit 1996 ist die Krankenkasse in der Schweiz obligatorisch, vorher war sie freiwillig.
1930 –1960Im Lauf des 20. Jahrhunderts ist der Apotheker nicht mehr bloss ein Hersteller; Medikamente werden immer mehr auch industriell hergestellt. Vor 1950 tauchen die ersten Antibiotika auf. Auch Medikamente gegen psychische Leiden, wie z.B. Antidepressiva, kommen auf den Markt. Vorher waren Arzneimittel meistens rein pflanzlich. In unseren letzten Jahrzehnten erleben pflanzliche Medikamente eine Renaissance.
2001Zusammen mit den Krankenkassen führen die Apotheker die Leistungsorientierte Abgeltung (LOA) ein. Dieser Tarifvertrag stellt sicher, dass Apotheker ihre Leistungen bei der Abgabe eines rezept- und kassenpflichtigen Medikaments weitgehend unabhängig vom Medikamentenpreis verrechnen können. Dank dieses Abgeltungssystems sparen die Prämienzahler seit 2001 gut eine Milliarde Franken ein.
2015Mit der Revision des eidgenössischen Medizinalberufegesetzes erhalten die Apothekerinnen und Apotheker die Kompetenz, ohne ärztliches Rezept in der Apotheke zu impfen. Da das Gesundheitswesen kantonal geregelt ist, müssen dazu die jeweiligen kantonalen Gesetze entsprechend angepasst werden. Mittlerweile ist das Impfen in der Apotheke, z. B. gegen Grippe, bereits in 18 Kantonen möglich (www.impfapotheke.ch).
 

Jubiläumsmagazin

 
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Im Jubiläumsmagazin für unsere Mitglieder und Partner bilden wir die geschichtliche und politische Entwicklung und die Meilensteine des Verbandes ab. Wir erzählen, Geschichten und Anekdoten, wie der Verband die Entwicklung der Apotheker vom Hersteller von Heilmitteln zum Gesundheitsdienstleister und -Berater begleitete und prägte - immer einen Schritt voraus.
Das Magazin liegt ab Ende Oktober 2018 vor.

 
 
 
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Artikel astreaApotheke

Ein Leben für die Pharmazie