Fokus
Komplett unterschätzt - Probleme der Therapietreue
«Dienstag, 4. August 2009: Herr P. sucht im Kt. Wallis die Apotheke Q.mit einem grossen Papiersack auf. Inhalt: Medikamente im Wert von ca. 9'500.– CHF. Fundort: der Kleiderschrank seiner kürzlich verstorbenen Grossmutter. Lieferant: eine Versandapotheke. Die Verpackungen zeigen, dass die an Krebs erkrankte Frau während Jahren Medikamente zugeschickt erhalten hatte, die sie aus einem nicht bekannten Grund in ihrem Kleiderschrank zur Seite legte. Sie getraute sich offensichtlich nicht, ihrem Arzt reinen Wein einzuschenken. Die Therapie, die er für sie gewählt hatte, entsprach nicht ihren Vorstellungen. Eine direkte und persönliche Vereinbarung zwischen Arzt und Patientin fand nicht statt.»
» Artikel als PDF