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Beruf Apothekerin/Apotheker

 
 

Apothekerinnen und Apotheker sind die unumstrittenen Spezialisten für Medikamente. Ihre Kompetenzen sind zentral für die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung. In der Apotheke, im Spital, in der Verwaltung oder in der Industrie stehen zahlreiche und vielfältige Berufsfelder offen.

 
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Die berufliche Laufbahn der Apothekerinnen und Apotheker umfasst drei Phasen. Die Grundlagen der Pharmazie werden im Studium zum eidgenössisch diplomierten Apotheker an den Universitäten vermittelt. Nach dieser Ausbildung folgen Weiter- und Fortbildung.

 

AUS-, WEITER- UND FORTBILDUNG

 
 
  • Die Grundlagen der Pharmazie werden durch die Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Apotheker an den Hochschulen vermittelt.

  • Die Weiterbildung baut auf die Ausbildung auf und erweitert die Kompetenzen der Apothekerinnen und der Apotheker.

  • Zur lebenslangen Fortbildung sind alle Medizinalpersonen gemäss dem Gesetz verpflichtet.

 

Fachgesellschaften

 
  • FPH (Foederatio Pharmaceutica Helvetiae)

Lebenslange Fortbildung ist für Apotheker unerlässlich. Die inhaltliche Ausrichtung der Fortbildung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Apotheker. 

Die FPH ist zuständig für alle Belange rund um die Weiter- und Fortbildung.

 

  • FPH Offizin

Die FPH Offizin ist die Fachgesellschaft der Offizinpharmazie. 

 

  • FPH Spital

Für die Spitalpharmazie ist die Fachgesellschaft FPH Spital zuständig.

 

  • FG KMPhyto (Schweizerische Pharmazeutische Fachgesellschaft für Komplementärmedizin  und Phytotherapie)

Die klassische Homöopathie wird durch die Fachgesellschaft SAGH betreut. 

Die Schweizer Apothekerverbände der Phytotherapie, Homöopathie und Anthroposophisch erweiterten Pharmazie bündeln ihre Kräfte und gründen die Schweizerische Pharmazeutische Fachgesellschaft für Komplementärmedizin und Phytotherapie (FG KMPhyto). Ziel der von pharmaSuisse anerkannten neuen Fachgesellschaft ist, die komplementärmedizinischen Weiter- und Fortbildung in der Offizin auszubauen sowie die Komplementärmedizin und die Phytotherapie als eine der Kernkompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker zu stärken.

Je nach Arbeitsplatz orientiert sich die Tätigkeit mehr in Richtung Kunden- und Patientenberatung oder Forschung, Entwicklung und Produktion neuer Medikamente. Weitere Einsatzgebiete fallen bei Lehre, Registrierung, Behörde oder Verbänden an.

 

Offizinapotheke

 

Die Arbeit als Offizinapothekerin oder Offizinapotheker ist nach dem fünfjährigen Studium die am häufigsten eingeschlagene Richtung der Pharmaziestudierenden. Die Tätigkeit in einer öffentlich zugänglichen Apotheke (Offizinapotheke) – sei es in einem Dorf, in einem Einkaufszentrum oder in einer Stadt – ist sehr abwechslungsreich. Im Zentrum steht die Beratung der Kunden, einerseits in der Selbstmedikation oder anderseits beim Bezug rezeptpflichtiger Medikamente. Apotheker übernehmen in ihrer Rolle als erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen eine zentrale Triagefunktion und arbeiten mit weiteren Medizinalberufen wie beispielsweise Hausärzten zusammen. Durch Dienstleistungen wie Impfen und Vorsorgemessungen erreichen die Offizinapotheker auch gesunde Menschen, die selten oder nie einen Arzt aufsuchen. Die Diagnose und Behandlung häufiger gesundheitlicher Störungen und Krankheiten, die Rezeptvalidierung, die Medikamentenherstellung, die Teamführung, die Lagerführung und das Marketing sind weitere wichtige Aufgaben im Verantwortungsbereich eines Offizinapothekers.

 

Spitalapotheke

 

Spitalapotheker sind vor allem in den Bereichen pharmazeutische Betreuung und klinische Pharmazie tätig.

Das Ziel der Spitalpharmazie ist, in Zusammenarbeit mit übrigen Gesundheitsfachpersonen eine passende, sichere und wirtschaftliche Anwendung der Medikamente zu fördern. Sie besteht namentlich in einer regelmässigen Reevaluation der medikamentösen Behandlungen und einer Begleitung von Teams aus Ärzten und Pflegenden bei der Patientenvisite. Die Vorteile der interdisziplinären Zusammenarbeit zum Wohl der Patienten sind anerkannt und eine tragende Säule des Gesundheitswesens von heute und morgen.

Mehr Informationen: Gesellschaft Schweizerischer Amts-und Spitalapotheker (GSASA)
 

Industrie

 

Die pharmazeutische Industrie bietet eine breite Palette von Tätigkeiten für Apotheker: Sie sind gefragt in der Forschung, in der Entwicklung und Produktion neuer Medikamente, in der Qualitätskontrolle, in der Produktdokumentation und -reglementation sowie in der wissenschaftlichen Betreuung – aber auch im kommerziellen Bereich wie dem Marketing. In anderen industriellen Gebieten sind Apotheker ebenso gefragt, zum Beispiel in Nahrungsmittelproduktion, Chemie, Veterinärwesen oder Kosmetik.

Mehr Informationen: https://careers.gsia.ch/

 

Behörde

 

Das Know-how der Apotheker ist auch in behördlichen Organen unabdingbar – sei es auf kantonaler oder eidgenössischer Ebene. Behörden stützen sich auf das Wissen von Fachleuten, die den Berufsalltag von Medizinalpersonen entscheidend mitprägen. In der Ausarbeitung von Gesetzen und Verordnungen, aber auch bei deren Überprüfung in der praktischen Umsetzung, bildet das Wissen der Apotheker ein wichtiges Fundament. Der Austausch fliesst zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens wie beispielsweise Kantonsapotheker, Spitäler, Bundesamt für Gesundheit (BAG), Schweizerisches Heilmittelinstitut Swissmedic und Polizei – um nur die häufigsten zu nennen.

 

Forschung

 

Die pharmazeutische Forschung und Entwicklung ist ein wichtiger Industriezweig in der Schweiz. Fachkräfte sind sehr gesucht. Berufe in der industriellen Forschung und Entwicklung sind stark von den wissenschaftlichen Aspekten der Ausbildung geprägt. Sie bieten Möglichkeiten, gleichzeitig naturwissenschaftliche Kenntnisse anzuwenden und in diesem Bereich Forschung zu betreiben. Geduld und Durchhaltewillen sind zentrale Voraussetzungen, um bahnbrechende Arzneimittel für Patienten zu entwickeln.

Portrait von Apothekern

 
 
 
 

Bei Fragen betr. FPH, Weiterbildung, Übergangsbestimmungen MedBG, Berufsausübung wenden Sie sich bitte direkt an AwpeV3MOEwIQXB1cAQM=

oder besuchen Sie die FPH-Website www.fphch.org

 

Beruf und Bildung