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NCD-Strategie

Nicht übertragbare Krankheiten

 

In der Schweiz leben rund 2,2 Millionen Menschen mit einer oder mehreren chronischen Krankheiten. Nebst viel Leid bei den Betroffenen und Angehörigen, verursachen diese Krankheiten auch hohe Kosten im Gesundheitssystem. Gleichzeitig ist rund die Hälfte dieser nicht übertragbaren Krankheiten durch den individuellen Lebensstil beeinflussbar. Hier setzt die NCD Strategie des BAG an und die Apotheken nehmen dabei eine zentrale Rolle ein, welche in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird.

 
 

Ziel der NCD-Strategie ist, dass jede Person in der Schweiz - egal ob gesund, mit erhöhtem Risiko oder erkrankt – gleichermassen von Gesundheitsförderung und Präventionsmassnahmen profitieren kann. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen präventive Angebote künftig besser in die gesamte Versorgungskette integriert werden (sogenannte Prävention in der Gesundheitsversorgung, PGV). Mit einem entsprechenden Förderfonds werden Projekte in diesem Bereich ab 2018 bis 2024 von Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt. Aktuell läuft die 2. Förderrunde; Projektskizzen können bis 15. März 2019 bei Gesundheitsförderung Schweiz eingereicht werden.

Die Apotheken spielen hier eine zentrale Rolle. Sie decken die gesamte Zielgruppe der NCD-Strategie ab: zu den rund 330‘000 täglichen Kunden in der Apotheke zählen sowohl Gesunde, als auch Personen mit erhöhtem Risiko sowie akut oder chronisch Erkrankte. Sie alle profitieren durch das dichte Apothekennetz von einem einfachen Zugang zu Gesundheitsberatung und Prävention. pharmaSuisse ist deshalb überzeugt, dass die Rolle der Apotheken in der Prävention noch an Bedeutung gewinnen wird und setzt sich im Rahmen verschiedener Projekte als auch auf politischer Ebene dafür ein, diese Rolle weiter zu stärken.

Laufende Pilotprojekte

Durch Selbstmanagement-Förderung lernen Chronischkranke, mit ihrer Krankheit umzugehen, den Lebensstil entsprechend anzupassen und dadurch an Lebensqualität zu gewinnen. Ein solches Selbstmanagement-Förderungsprogramm, welches international seine Wirksamkeit bewiesen hat, ist das evivo-Programm. Im Rahmen eines Pilotprojektes prüft pharmaSuisse neue Zusammenarbeitsformen zwischen den Apotheken und den evivo-Kursen. Das Projekt startet Anfang 2019.

Ein weiteres Pilotprojekt, das Anfang 2019 startet, hat die Sturzprävention zum Thema. In den vier Pilotkantonen SG, GR, BE und JU sollen entsprechende Massnahmen zur Sturzprävention in den Apotheken umgesetzt werden. Als Basis dienen entsprechende Erfahrungen aus dem Ausland sowie der bereits etablierte Polymedikations-Check (PMC). Das Projekt ist Teil eines breit aufgestellten Gesamtprojektes, welches aus dem Projektförderfonds von Gesundheitsförderung Schweiz mitfinanziert wird. Ziel ist, die sturzbedingte Morbidität und Mortalität zu reduzieren, die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern sowie die Gesundheitskosten zu senken.

 

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