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Jetzt gegen Zecken impfen

Bis Ende Mai wurden dieses Jahr schon 67 Fälle der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) beim BAG gemeldet – der zweithöchste Wert nach dem Rekordjahr 2018 seit dem Jahr 2000. Zum Schutz ist beinahe schweizweit die Zeckenimpfung empfohlen. Nach der Zurückhaltung während der Corona-Pandemie wird empfohlen, jetzt verschobene Impfungen in Apotheken oder Arztpraxen nachzuholen. Beim schnellstmöglichen Impfrhythmus ist man bereits vier Wochen nach der ersten Impfung vor FSME geschützt.

 

Nachdem im Jahr 2019 von Januar bis Mai über 20‘000 Zeckenimpfungen in Apotheken durchgeführt wurden, waren es in der gleichen Periode 2020 aufgrund der Coronavirus-Einschränkungen rund 11‘000. Der milde Frühling und häufigere Spaziergänge im Freien sind Ansätze, um die bereits hohe Zahl der FSME-Fälle zu erklären. Wirksamer Schutz vor FSME bietet die FSME-Impfung – durchgeführt in einer Arztpraxis oder einer der gut 900 Impfapotheken in 21 FSME-Impfkantonen.

Neben der FSME können Zecken Borreliose-Bakterien übertragen. Bei der FSME erfolgt die Infektion direkt nach dem Stich, beim Borreliose-Bakterium dauert es bis zu 16 Stunden. Eine von 100 Zecken trägt das FSME-Virus in sich, zwischen fünf und 30, teils bis zu 50 Prozent sind es beim Bakterium Borrelia burgdorferi, schätzt das BAG. Schutz vor Zeckenstichen bieten gut abschliessende Kleidung, das Meiden von Unterholz, Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleider.

Rückblick 2019: jede vierte FSME-Impfung in Apotheken durchgeführt

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 40'627 FSME-Impfungen in Apotheken in den bis dahin dafür zugelassenen 20 FSME-Impfkantonen durchgeführt, eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr. Die Mehrheit der geimpften Kundinnen und Kunden war zwischen 26 und 49 Jahren alt. Der Frauenanteil lag bei 54 Prozent. Drei von vier geimpften Personen gaben an, dass sie sich insbesondere dank des Angebots in der Apotheke haben impfen lassen. Unter Beachtung der gesamten Marktsituation in der Schweiz wurden ein Viertel aller FSME-Impfdosen an Apotheken verkauft. Zu unerwünschten Reaktionen kam es bei einem Prozent der geimpften Personen, meist Rötungen um die Injektionsstelle. «Das Angebot der Apotheken kommt bei den Kunden sehr gut an, weil keine Voranmeldung nötig ist», sagt Fabian Vaucher, Präsident des Schweizerischen Apothekerverbands pharmaSuisse.