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OKP-Anerkennungszertifikat

 

OKP-Anerkennungszertifikat für eine spätere Zulassung zur Abrechnung mit der OKP. Das OKP-Anerkennungszertifikat ist so lange gültig, wie die Vereinbarung zwischen pharmaSuisse und der SASIS AG besteht.

 
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FAQ OKP Zertifikat

Die revidierte Krankenversicherungsverordnung (KVV; Inkrafttreten am 1.1.2018) hält fest, dass Apotheker zur Abrechnung mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) einen eidgenössischen Weiterbildungstitel in Offizinpharmazie benötigen. Gemäss Übergangsbestimmungen und einem Abkommen zwischen pharmaSuisse und der SASIS AG gelten diesbezüglich folgende Punkte:

 

  • Apotheker, die bei Inkrafttreten der KVV-Änderung bereits zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zugelassen waren, bleiben weiterhin zugelassen – auch ohne eidgenössischen Weiterbildungstitel

  • Apotheker, die bei Inkrafttreten der KVV-Änderung noch nicht zur Tätigkeit zulasten der OKP zugelassen waren, aber über eine am 31.12.2017 gültige Berufsausübungsbewilligung (BAB) zur selbständigen Berufsausübung verfügen, können sich auch ohne eidg. Weiterbildungstitel die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP sichern – sofern sie gewisse Bedingungen erfüllen.

 

Die folgenden FAQ liefern Antworten auf Fragen zur Abrechnung zulasten der OKP gemäss der revidierten KVV, die per 1.1.2018 in Kraft gesetzt wurde. Das Dokument enthält unter anderem Informationen zu den Übergangsbestimmungen, die bezüglich der KVV-Änderung gelten. Ausserdem wird erläutert, wie und unter welchen Bedingungen die Zulassung zur Abrechnung mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss revidierter KVV beantragt werden kann. 

 

Sämtliche in diesem Text verwendeten Begriffe beziehen sich auf beide Geschlechter.

 
 

Ermöglicht die BAB die Abrechnung zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)?

 

Nein, die Bewilligung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung (BAB) reicht nicht aus, um zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) abrechnen zu können. Hierfür ist zusätzlich eine Zulassung zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bzw. eine K-Nummer notwendig.

 

Wer überprüft und erteilt die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP?

 

Die Prüfung der Zulassung zur Abrechnung via OKP wird von der SASIS AG im Auftrag der Krankenversicherer vorgenommen. Die SASIS AG ist verantwortlich für:

 

  • Erteilung der ZSR-Nummern für Apotheken

  • Erteilung der persönlichen K-Nummern für verantwortliche Apotheker

 

Die ZSR-Nummer ist gleichbedeutend mit der früheren Konkordatsnummer. Seit dem Jahr 2000 wird der Begriff Konkordatsnummer nicht mehr verwendet.

 

Hinweis: Eine persönliche K-Nummer zur Abrechnung mit der OKP wird von der SASIS AG nur bei der Übernahme einer Verwaltung erteilt. Es werden keine K-Nummern auf Vorrat ausgestellt.

 

Webseite der SASIS AG: www.sasis.ch

 

Welche Vorgaben gelten für Apotheker, um gemäss revidierter Krankenversicherungsverordnung (Inkrafttreten am 1.1.2018) mit der OKP abrechnen zu können?

 

In der revidierten Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) wird festgehalten, dass Apotheker ab dem Inkrafttreten der Verordnung (1.1.2018) zur Abrechnung mit der OKP einen eidgenössischen Weiterbildungstitel in Offizinpharmazie benötigen.

Dabei gelten folgende Übergangsbestimmungen: â€‹

 

  • Apotheker, die bei Inkrafttreten der KVV-Änderung bereits zur Tätigkeit zulasten der OKP zugelassen waren, bleiben zugelassen – auch ohne eidgenössischen Weiterbildungstitel.

  • Apotheker, die bei Inkrafttreten der KVV-Änderung noch nicht zur Tätigkeit zulasten der OKP zugelassen waren, aber über eine am 31.12.2017 gültige BAB zur selbständigen Berufsausübung verfügen, können sich auch ohne eidg. Weiterbildungstitel die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP sichern – sofern sie eine zweijährige praktische Weiterbildung/Tätigkeit (24 Monate) zu 100% in einer Schweizer Offizinapotheke nachweisen können oder über einen privatrechtlichen Weiterbildungstitel «Fachapotheker FPH in Offizinpharmazie» verfügen.

 

Ausführungen dazu siehe unten.

 

Ich kann bereits heute mit der OKP abrechnen und habe eine aktive K-Nummer. Muss ich aktiv werden?

 

Nein. Wenn Sie bereits heute zur Abrechnung mit der OKP zugelassen sind und eine aktive K-Nummer haben, bleiben Sie weiterhin zugelassen. Ihre K-Nummer bleibt in diesem Fall auch ohne eidg. Weiterbildungstitel bestehen – sofern alle weiteren Zulassungskriterien, die zur Tätigkeit zulasten der OKP gesetzlich vorgegeben sind, nach wie vor erfüllt sind (z.B. gültige Berufsausübungsbewilligung).

 

Ich bin früher bereits einmal zugelassen worden zur Abrechnung mit der OKP und habe bereits eine K-Nummer, die aber zum heutigen Zeitpunkt inaktiv bzw. sistiert ist. Muss ich aktiv werden?

 

Nein. Wenn Sie bereits einmal zur Abrechnung mit der OKP zugelassen worden sind und eine inaktive bzw. sistierte K-Nummer haben, müssen Sie nicht aktiv werden. Bei Wiederaufnahme einer leitenden Funktion kann Ihre K-Nummer reaktiviert werden – auch ohne Nachweis eines eidg. Weiterbildungstitels. Voraussetzung ist jedoch, dass alle weiteren Zulassungskriterien, die zur Tätigkeit zulasten der OKP gesetzlich vorgegeben sind, nach wie vor erfüllt sind (z.B. gültige Berufsausübungsbewilligung).

 

Ich bin früher einmal zur Abrechnung mit der OKP zugelassen worden, habe aber keine K-Nummer. Was muss ich tun?

 

Apotheker, die bereits einmal zur Abrechnung mit der OKP zugelassen worden sind, bleiben zugelassen.

Falls Sie die Zulassung zur Abrechnung via OKP zu einem Zeitpunkt erlangten, zu welchem noch keine K-Nummern erteilt wurden, empfehlen wir Ihnen, bei der SASIS AG abzuklären, ob Ihre frühere Zulassung registriert ist. Nur wenn Ihre frühere Zulassung bei der SASIS AG registriert ist, kann diese später reaktiviert und eine K-Nummer erteilt werden.

Bei Fragen zur K-Nummer bitten wir Sie, sich direkt an die SASIS AG zu wenden.

 

Ich bin noch nicht zur Abrechnung mit der OKP zugelassen, habe aber einen eidg. Weiterbildungstitel «Fachapotheker:in in Offizinpharmazie». Muss ich aktiv werden?

 

Nein, denn mit dem Besitz eines eidg. Weiterbildungstitels «Fachapotheker:in in Offizinpharmazie» haben Sie die wichtigste Voraussetzung erfüllt, um bei der SASIS AG zu jedem späteren Zeitpunkt bei Übernahme einer Verwaltung eine K-Nummer und damit die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP beantragen zu können.

Bezüglich des weiteren Vorgehens zur Beantragung einer K-Nummer konsultieren Sie bitte die Webseite der SASIS AG.

 

Ich bin noch nicht zur Abrechnung mit der OKP zugelassen und habe keinen eidg. Weiterbildungstitel. Wie kann ich mir auch ohne eidg. Weiterbildungstitel eine künftige brechnungszulassung sichern?

 

Apotheker, die bei Inkrafttreten der KVV-Änderung (1.1.2018) noch nicht zur Tätigkeit zulasten der OKP zugelassen waren, aber über eine am 31.12.2017 gültige BAB zur selbständigen Berufsausübung verfügen, können sich auch ohne eidg. Weiterbildungstitel die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP sichern – sofern sie eine zweijährige praktische Tätigkeit zu 100% in einer Schweizer Offizinapotheke nachweisen können oder über einen privatrechtlichen Weiterbildungstitel «Fachapotheker FPH in Offizinpharmazie» verfügen.

 

Wozu dient das Zertifikat von pharmaSuisse zum Nachweis der zweijährigen praktischen Tätigkeit?

 

Bezüglich dem Nachweis der zweijährigen praktischen Tätigkeit wurde zwischen der SASIS AG und pharmaSuisse folgende vertragliche Vereinbarung getroffen:

  • Apotheker ohne eidg. Weiterbildungstitel können bei pharmaSuisse den Nachweis ihrer zweijährigen praktischen Tätigkeit beantragen. Dazu muss neben den entsprechenden Arbeitsbestätigungen (Tätigkeiten bis 31.12.2019 können angerechnet werden) auch eine am 31.12.2017 gültige BAB zur selbstständigen Berufsausübung vorgelegt werden.

  • Nach der Prüfung des Antrags bestätigt pharmaSuisse mittels eines Zertifikats («Zertifikat über die Anerkennung der zweijährigen praktischen Weiterbildung von Apothekern», kurz: «OKP-Anerkennungszertifikat») die zweijährige praktische Tätigkeit in einer Schweizer Offizinapotheke.

  • Mit dem OKP-Anerkennungszertifikat kann zu einem späteren Zeitpunkt bei Übernahme einer Verwaltung bei der SASIS AG eine persönliche K-Nummer und somit die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP beantragt werden, sofern auch alle anderen Voraussetzungen der SASIS AG erfüllt sind.

 

Was kann an die geforderte zweijährige praktische Weiterbildung/Tätigkeit angerechnet werden?

 
  • Es ist eine praktische Weiterbildung/Tätigkeit entsprechend einem Pensum von 100% während 2 Jahren gefordert.

  • Die praktische Tätigkeit muss in einer Schweizer Offizinapotheke unter der Leitung eines als Leistungserbringer zugelassenen Apothekers (d.h. in einer Apotheke mit ZSR-Nummer) absolviert worden sein.

  • Tätigkeiten ab dem Erhalt des Apothekerdiploms werden angerechnet. Für ausländische Apothekerdiplome muss eine eidg. Anerkennung vorliegen.

  • Die geforderte praktische Tätigkeit kann in Teilzeit absolviert werden, verlängert sich dann aber dementsprechend.

  • Die zweijährige praktische Tätigkeit muss nicht an einem Stück erfolgt sein, sondern kann über einen längeren Zeitraum bei verschiedenen Arbeitgebern absolviert worden sein.

  • Arbeitsperioden ab einem Monat können angerechnet werden.

  • Das Pensum aller Tätigkeitsperioden muss im zeitlich gewichteten Durchschnitt mindestens 50% betragen.

  • Die zweijährige praktische Tätigkeit muss bis zum 31.12.2019 beendet worden sein.

 

Wie lange ist das von pharmaSuisse ausgestellte OKP-Anerkennungszertifikat gültig?

 

Das von pharmaSuisse ausgestellte OKP-Anerkennungszertifikat ist so lange gültig, wie die vertragliche Vereinbarung zwischen pharmaSuisse und der SASIS AG besteht – längstens jedoch bis zum 31.12.2030.

 

Wann und wie kann ich das OKP-Anerkennungszertifikat bei pharmaSuisse anfordern und welche Unterlagen muss ich dafür einreichen?

 

Sobald Sie die geforderte zweijährige praktische Tätigkeit gemäss den Bedingungen unter 1.10 absolviert haben, können Sie bei pharmaSuisse das OKP-Anerkennungszertifikat anfordern. Das Zertifikat können Sie unter diesem Link elektronisch beantragen.

 

Bei der Antragstellung werden Sie aufgefordert, Ihr eidgenössisches oder eidgenössisch anerkanntes ausländisches Apothekerdiplom einzureichen. Zudem müssen Sie Ihre BAB zur selbstständigen Berufsausübung vorlegen. Des Weiteren werden Sie aufgefordert, Ihre absolvierte praktische Tätigkeit in der aufgeschalteten Exceltabelle zu deklarieren und mit entsprechenden Arbeitsbestätigungen zu belegen. Hinweis: Auf den eingereichten Arbeitsbestätigungen muss das Arbeitspensum zwingend deklariert sein.

 

Was kostet die Erteilung des OKP-Anerkennungszertifikats?

 

Die Kosten des Zertifikats belaufen sich auf CHF 195 (inkl. MwSt.) für Nicht-Mitglieder und auf CHF 140 (inkl. MwSt.) für Mitglieder von pharmaSuisse.

 

Welche Unterlagen werden von der SASIS AG zusätzlich zum Nachweis der zweijährigen praktischen Tätigkeit noch eingefordert beim Beantragen einer K-Nummer?

 

Bitte konsultieren Sie die Webseite der SASIS AG.

 

Ich bin noch nicht zur Abrechnung mit der OKP zugelassen, habe aber einen privatrechtlichen Weiterbildungstitel «Fachapotheker FPH in Offizinpharmazie». Brauche ich trotzdem ein OKP-Anerkennungszertifikat, um nach Ablauf der Übergangsfrist Ende 2019 eine Zulassung zur Abrechnung mit der OKP zu beantragen?

 
 

Wenn Sie keine Titelumwandlung beantragt und Ihren privatrechtlichen Weiterbildungstitel «Fachapotheker FPH in Offizinpharmazie» beibehalten haben, benötigen Sie ein OKP-Anerkennungszertifikat von pharmaSuisse, um bei einer späteren Übernahme einer Verwaltung bei der SASIS AG eine persönliche K-Nummer und somit die Zulassung zur Abrechnung mit der OKP beantragen zu können. Sie müssen beim Beantragen des Zertifikats jedoch keine Arbeitsbestätigungen einreichen.

 

Ich habe bereits 1997 oder 1998 bei pharmaSuisse einen «Ausweis für die Weiterbildung nach KVG» beantragt. Brauche ich trotzdem ein OKP-Anerkennungszertifikat für eine spätere Zulassung zur Abrechnung via OKP?

 

Ja, die durch pharmaSuisse in den Jahren 1997/1998 ausgestellten «Ausweise für die Weiterbildung nach KVG» sind nicht mehr gültig und können nicht mehr für den Nachweis der zweijährigen praktischen Tätigkeit verwendet werden.

Da das Ausstellen der Zertifikate mehr als 10 Jahre zurückliegt, kann pharmaSuisse nicht mehr auf die damals eingereichten Unterlagen zurückgreifen.

Der Nachweis der zweijährigen praktischen Tätigkeit muss deshalb erneut durch Einreichen von Arbeitsbestätigungen erbracht werden.