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Medikamentenpreise

Bei den Medikamentenpreisen ist zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden zwischen kassenpflichten und nicht kassenpflichtigen Medikamenten.

 

Kassenpflichtige Medikamente

Sämtliche Medikamente, die auf der Spezialitätenliste (SL) des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aufgeführt sind, haben einen festgesetzten Fabrikabgabepreis (FAP) und Publikumspreis (PP). Es handelt sich dabei um Höchstpreise.

Damit ein Medikament in die SL aufgenommen wird, muss es folgende Kriterien des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) erfüllen:

  • Wirksamkeit

  • Zweckmässigkeit

  • Wirtschaftlichkeit

Nur ärztlich verordnete Medikamente werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) bezahlt. Für jedes in der SL gelistete Medikament werden alle drei Jahre die Aufnahmebedingungen überprüft. Die Folge dieser Überprüfung durch das BAG sind in der Regel Preissenkungen.  Durch das BAG verfügte Preissenkungen haben einen direkten Einfluss auf den Vertriebsanteil des Apothekers. Medikamente verschieben sich in den Preisklassen nach unten und der preisbezogene Zuschlag ist direkt betroffen. Die Folge daraus ist, dass der Ertrag pro abgegebener Packung sinkt.

 

Das ist einer der Gründe, weshalb sich pharmaSuisse für einen preisunabhängigeren Vertriebsanteil einsetzt.

Territorialitätsprinzip und Kostenübernahme durch die OKP bei im Ausland bezogenen Medikamenten

Die Vergütung von im Ausland bezogenen Medikamenten sowie Medizinprodukten durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) ist keine langfristige Lösung zur Kostendämpfung. Die Aufhebung des Territorialitätsprinzips benachteiligt Schweizer Leistungserbringer. Sie gefährdet die gut funktionierende Schweizer Grundversorgung und die Versorgungssicherheit im Arzneimittelbereich.

Position de pharmaSuisse sur le sujet de la principe de territorialité

Nicht kassenpflichtige Medikamente

Bei diesen Medikamenten gibt es keine staatliche Preisfestsetzung und es herrscht der freie Markt bezüglich Preisbildung sowohl beim Hersteller als auch beim Fachhandel.

 

Spezialitätenliste (SL)

 

Medikamente der Abgabekategorie A und B gemäss der Listeneinteilung von Swissmedic sowie rezeptpflichtigen Impfstoffen und Immunologika der SL

BAG: Spezialitätenliste (SL)
 
 

Vertriebsanteil bei kassenpflichtigen Medikamenten

 

Die Differenz zwischen Fabrikabgabepreis (FAP) und Publikumspreis (PP) ist der Vertriebsanteil. Der Vertriebsanteil gilt die logistische Leistung (ab Lager Vertriebsfirma) ab. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten setzt er sich aus einem preisbezogenen und einem packungsbezogenen Zuschlag zusammen. Bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten handelt es sich einzig um einen fixen preisbezogenen Zuschlag.

Vertriebsanteil_kassenpflichtige_Medikamente
 

Medikamentenkosten

 

Betrachtet man die Entwicklung der Medikamentenkosten, gilt es zu unterscheiden zwischen den Kosten, die durch die steigende Menge und die teuren Medikamente verursacht werden und die Kosten, die tatsächlich durch die Apotheke (Vertriebsanteil und LOA-Tarif) generiert werden. Die untenstehende Grafik zeigt deutlich, dass der durch die Apotheken generierte Kostenanteil nicht für das Wachstum verantwortlich ist

Ertraege_Preisklassen_Effizienzbeitrag