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Erfolgreiche Dienstleistung Darmkrebsvorsorge

 

Die Dienstleistung Darmkrebsvorsorge in Apotheken startete im Jahr 2016 mit einer grossen erfolgreichen Kampagne. An der Kampagne 2018 nahmen 800 Apotheken teil und es wurden 12‘589 Risikoevaluationen durchgeführt – hauptsächlich in den Monaten März und April.

 
Apothekerin evaluiert zusammen mit dem Kunden das Darmkrebsrisiko mittels Fragebogen
 

Da der verwendete Stuhltest OC-Sensor alle zwei Jahre wiederholt werden sollte, fand im März/April 2018 eine erneute Kampagne statt: Das primäre Ziel war, alle Personen zur Test-Wiederholung aufzufordern, die den Test bereits 2016 gemacht hatten, ein negatives Stuhltestresultat hatten und eine Wiedereinladung wünschten. Dies bestätigt, dass es eine aktive Bekanntmachung braucht, damit das Angebot auch tatsächlich genutzt wird.

Klares Ziel bei der Weiterentwicklung der Dienstleistung Darmkrebsvorsorge in der Apotheke muss es sein, die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Akteuren (Apotheker, Hausarzt, Gastroenterologe, Kanton) zu optimieren, um so insbesondere das Patienten-Follow-up zu gewährleisten sowie den Datenfluss zwecks besserer Auswertung zu verbessern. Dieses Ziel steht auch im Vordergrund der Koordinationsgruppe der nationalen Strategie gegen Krebs (NSK), in der sich pharmaSuisse ebenfalls engagiert.

Charta Darmkrebsfrüherkennung: Interprofessionelle Zusammenarbeit greift

Unter der Schirmherrschaft der NSK haben oben genannte Akteure im 2018 eine gemeinsame Charta unterzeichnet, die die Grundsätze der Zusammenarbeit und Anforderungen an die Darmkrebsfrüherkennungsuntersuchungen festhält.
Dank dieser interprofessionellen Zusammenarbeit konnten bereits einige wichtige Projekte eingeleitet werden. Eines dieser Projekte betrifft die Vergütung der Apotheker im Rahmen von kantonal organisierten Programmen. Diese laufen bereits in den Kantonen UR, VD, und TI. Die Kantone GE, JU, NE, GR, VS, FR und BS planen ihre Darmkrebs Früherkennungsprogramme im Verlauf 2019 und 2020 zu starten. Aufgrund der positiven Erfahrungen aus den pharmaSuisse-Kampagnen sind die Apotheken in allen diesen bereits laufenden oder geplanten kantonalen Programmen wichtige Partner.

Ein Hindernis bei der Umsetzung der kantonalen Programme sind jedoch die rechtlichen Bestimmungen, die eine Vergütung der Dienstleistungen von Apothekern in diesen Programmen durch die Grundversicherung nicht vorsehen. Im Rahmen der Tarifverhandlungen mit den beteiligten Partnern konnte zwar eine Übergangslösung gefunden werden, die einen aktiven Einbezug der Apotheken in die nun startenden Programme ermöglicht. Mittelfristig braucht es jedoch eine Gesetzesänderung, um diese Vergütungsfrage abschliessend zu klären.

Die Partner der Charta haben deshalb ein Rechtsgutachten erstellen lassen, das einen konkreten Vorschlag für die hierzu erforderliche Gesetzesänderung beinhaltet. Dieser Vorschlag wird nun den Parlamentariern unterbreitet, die bereits mit entsprechenden Vorstössen auf die Problematik aufmerksam gemacht haben (Motion Humbel 18.3977 und Motion Ettlin 18.4079). Die Beratung dieser Vorstösse im Zweitrat erfolgt voraussichtlich in der Sommersession 2019.
Die Partner der Charta setzen alles daran, dass im Rahmen dieser Beratung die dringend notwendige Gesetzesänderung eingeleitet werden kann.