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Impfen in der Apotheke

 

«Die Bevölkerung ausreichend vor impfverhütbaren Krankheiten schützen». Dazu haben Bund, Kantone und weitere Akteure die Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) und den dazugehörenden Aktionsplan erarbeitet.

 
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Gemeinsam setzen sie beides jetzt um. Den Apotheken kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Als entsprechend ausgebildete Fachpersonen gewährleisten sie einen einfachen Zugang zu Impfungen und Impfberatung und fördern zudem die Verbreitung des elektronischen Impfdossiers. Damit leisten die Apotheken einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Ziels der NSI, nämlich die Durchimpfungsrate in der Schweizer Bevölkerung zu steigern.

Eine 2018 im Auftrag von pharmaSuisse durch die Firma B.S.S. durchgeführte Studie, mit Fokus auf der Grippeimpfung, bestätigt: Innert kurzer Zeit ist nicht nur die Zahl der Impfapotheken rasant gestiegen, sondern auch jene der erfolgten Impfungen pro Apotheke – ein Hinweis darauf, dass das Angebot seitens der Kunden an Bekanntheit gewinnt.
Die ausgewerteten Daten zeigen zudem, dass durch das Angebot in Apotheken auch Personen sensibilisiert werden, die sich sonst nicht hätten impfen lassen. Der Anteil der Personen, die das Angebot in der Apotheke mit dem Angebot in Arztpraxen substituieren, ist hingegen klein. Das einfache und praktisch zugängliche Impfangebot in Apotheken kann somit nachweislich zur Erhöhung der Durchimpfungsrate beitragen. Das hohe Engagement der Apothekerinnen macht eine weitere Zunahme des Angebots absehbar. Schon bald könnte die Grippeimpfung ohne ärztliche Verordnung in rund der Hälfte aller Schweizer Apotheken Standard sein.

pharmaSuisse setzt sich dafür ein, dieses Engagement der Apotheker durch die Optimierung der Rahmenbedingungen weiter zu stärken. Dazu gehört es, im Rahmen der Massnahmen der NSI, die angemessene Entschädigung von Impfleistungen nicht-ärztlicher Fachpersonen kritisch zu prüfen. pharmaSuisse fordert, dass die Impfleistungen der Apotheker unter definierten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden können. Dies ist Thema von aktuellen parlamentarischen Beratungen (Motion Ettlin 18.4079, Motion Humbel 18.3977).