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Konsultation in der Apotheke

 
 

Viele gesundheitliche Probleme lassen sich direkt in der Apotheke abklären und behandeln. Seit Anfang 2019 dürfen Apothekerinnen und Apotheker alle Medikamente unter bestimmten Bedingungen ohne Arztrezept abgeben. Nicht nur in begründeten Ausnahmefällen wie bisher, sondern auch bei durch den Bundesrat bestimmten Arzneimitteln und Indikationen.

 
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Um das grosse Wissen der Apothekerinnen und Apotheker besser zu nutzen, hat der Gesetzgeber das Heilmittelgesetz (HMG) angepasst: Seit 1. Januar 2019 dürfen sie alle Medikamente abgeben – auch ohne Arztrezept. Nicht nur in begründeten Ausnahmefällen wie bisher, sondern auch bei durch den Bundesrat bestimmten Arzneimitteln und Indikationen. Die interdisziplinäre «Expertengruppe Indikationenliste» des BAG hat zu diesem Zweck eine Liste erstellt, welche die «Indikationen und rezeptpflichtigen Arzneimittel, die von Apothekerinnen und Apothekern zur Behandlung häufig auftretender Krankheiten rezeptfrei abgegeben werden dürfen» aufführt (umgangssprachlich oft «Liste B+» genannt).

Mitgliederbereich mit weiteren Dokumenten und hilfreichen Informationen

Apothekerinnen und Apotheker haben neben neuen Rechten auch neue Pflichten. Sie klären fundiert ab, legen Therapiepläne fest und dokumentieren mit IT-basierten Hilfsmitteln. Bei der Abgabe eines rezeptpflichtigen Medikaments sind sie verpflichtet, den Abgabeentscheid schriftlich festzuhalten. Dass nicht mehr zwingend ein Arztrezept nötig ist, heisst nicht, dass Medikamente leichtfertig abgegeben werden. Es heisst vielmehr, dass Apothekerinnen und Apotheker jetzt die volle Verantwortung für die Abgabe übernehmen, indem sie selber den Kunden befragen und die Behandlung festlegen.

Der Weg zur kompetenten Konsultation in der Apotheke

 
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Mit den erweiterten Abgabekompetenzen stärken die Apotheken ihre zentrale Rolle als erste Anlaufstelle bei allen Gesundheitsfragen. Damit die neuen Abgabekompetenzen voll ausgeschöpft werden können, müssen die Grundlagen stimmen. pharmaSuisse unterstützt die Apotheken beim Weg zur kompetenten und selbstbewussten Abgabe Schritt für Schritt:

  1. Mit Kompetenz zu Sicherheit

  2. Tools/Hilfsmittel haben

  3. Team schulen

 

2. Tools/Hilfsmittel nutzen

 

Wir gehen davon aus, dass die meisten gängigen Apothekensoftwares die Grunddokumentation bei Notfallabgaben, Therapiefortsetzung und Abgabe B- (ex Liste C) ermöglichen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten und Tools, die Apothekerinnen und Apotheker oder sogar Apothekenteams in der Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente unterstützen.

Für Mitglieder

Dokumentationstool mit Schulungsbegleitung

Mit netCare führen Sie Konsultationen in der Apotheke nach einem validierten Flussschema durch. Ihre Kunden profitieren von vertieften, strukturierten Beratungen, einer raschen und unkomplizierten Lösung in der Apotheke. Gewisse Krankenversicherer beteiligen sich an den netCare-Behandlungskosten.

netCare bietet Soforthilfe bei folgenden Krankheiten:
Akne, Allergischer Schnupfen, Asthma, Atopisches Ekzem, Bindehautentzündung, Durchfall, Gürtelrose, Hämorrhoidalbeschwerden, Harnwegsinfekte, Impetigo, Kopfschmerzen, Mundsoor, Pilzerkrankungen, Rachenentzündung, Rückenschmerzen, Saures Aufstossen, Scheidenentzündung, Sinusitis, Tinea versicolor, Verbrennungen, Verstopfung, Warzen, Zeckenstich

Mehr Informationen zu netCare

Komplettlösungen

Integrierte Lösungen begleiten und unterstützen den ganzen Prozess von der ersten Abklärung und Indikationsstellung, über die Anamnese zum Therapieentscheid und der Dokumentation und Tarifierung.

ProPharmaX ist intuitiv, modular, stark parametrisierbar und sicher. Die relevanten Informationen zu jedem Arbeitsschritt werden dann angezeigt, wenn sie benötigt werden. ProPharmaX unterstützt bei der Preis- und Margenkontrolle. Ein Beratungs- und Dokumentationsmodul schafft Mehrwert für die Kundschaft.

Mehr Informationen zu ProPharmaX

Primary Care ist ein komplettes und nutzerfreundliches System, das seit Anfang 2020 in den Apotheken der Galenicare genutzt wird. Es ist derzeit nicht frei zugänglich

Dokumentationstools

ApoHealth bietet Algorithmen und medizinische Inhalte zu folgenden Krankheiten (gemäss eigenen Angaben, Stand: 06.10.2020):
Allergische Rhinitis, Augenrötung, Durchfall, Erbrechen, Erkältung/grippaler Infekt, Hals-/Rachenbeschwerden, Harnwegsbeschwerden, Husten, Insektenbiss/-stich, Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung, Ohrenschmerzen, Rücken-/Kreuzschmerzen, Vaginaler Ausfluss

Mehr Informationen zu ApoHealth

Rockethealth bietet mit der Apothekenkrankengeschichte eine speziell für die Apotheke konzipierte Lösung für die Dokumentation von Kundeninformationen auf dem iPad während der Beratung. Der Beratungsprozess wird entlang integrierter Fragebögen und Flowcharts begleitet.

Mehr Informationen zu Rockethealth
 

3. Team schulen

 

Das Einüben im Team, Finden einer gemeinsamen Sprache und Austausch erfolgreicher Argumente ist zentral für eine erfolgreiche Umsetzung. Hier funktioniert jedes Apothekenteam anders.

Folgende Veranstalter bieten Bildungsangebote zugeschnitten auf Pharma-Assistentinnen und -Assistenten an:

 

Informationsmaterialien

 

pharmaSuisse stellt Mitgliedern folgende Informationsmittel auf Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung:

  • Plakate

  • Inserate und Publireportagen (auf Nachfrage)

  • Bewerbung auf Kundenportal www.ihre-apotheke.ch inkl. Apothekenfinder

Für netCare-Apotheken ist das Angebot umfassender

 

Bestellformular

 
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