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HMG-Revision: Stellungnahme von pharmaSuisse

Das BAG zusammen mit Swissmedic haben zum revidierten Heilmittelgesetz (HMG) eine Vernehmlassung mit dem entsprechenden Verordnungspaket durchgeführt. Nachfolgend die wichtigsten Punkte der Stellungnahme von pharmaSuisse zu den Verordnungsentwürfen.

  • Mit einigen Ausnahmen begrüsst pharmaSuisse den Entwurf grundsätzlich.

  • Gemäss dem Willen des Gesetzgebers sollen die Kompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen der Grundversorgung besser genutzt werden. So sollen sie gemäss Medizinalberufegesetz Aufgaben zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit sowie zur Verhütung von Krankheiten übernehmen. Zudem erwerben sie angemessene Grundkenntnisse über Diagnose und Behandlung häufiger Gesundheitsstörungen und Krankheiten. pharmaSuisse vermisst in einigen Ausführungsbestimmungen die Umsetzung dieses Auftrags. So wird in einigen Bestimmungen immer noch nur von ärztlicher und tierärztlicher Diagnose und Überwachung der Therapie gesprochen.

  • Grundsätzlich begrüsst pharmaSuisse die Systematik der Bestimmungen über die Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne Rezept. Nicht gutheissen können wir im vorliegenden Entwurf das generelle Verbot der Abgabe von antimikrobiellen Wirkstoffen. Dieses lässt sich mit dem Auftrag des Gesetzgebers nicht vereinbaren und ist völlig unverhältnismässig. Apothekerinnen und Apotheker sind über den Einsatz und die Wirkung von antimikrobiellen Wirkstoffen bestens ausgebildet und haben bereits jahrelange Erfahrung in der Anwendung dieser Wirkstoffe. Die Apothekerinnen und Apotheker können mit ihrer Beratung vielmehr dazu beitragen, dass diese Medikamente richtig eingesetzt werden. Die Anwendung von anerkannten Therapieschemen sowie die Dokumentationspflicht stellen zudem den sachgemässen Einsatz und die Kontrolle sicher.

  • Ebenfalls nicht gutheissen können wir, dass auf Verordnungsstufe nur Arzneimittel der Liste B für eine Abgabe ohne Vorliegen eines ärztlichen Rezepts vorgesehen sind. Das Gesetz sieht hier keine Unterscheidung vor. Bei Vorliegen eines validierten Behandlungsschemas sind Arzneimittel der Liste A und B genau gleich sicher. Der Apotheker als Fachspezialist für Arzneimittel kann Liste-A-Präparate in begründeten Ausnahmefällen abgeben. Also sollte er sie auch abgeben dürfen, wenn ein validierter therapeutischer Konsenses vorliegt.