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«Die Apotheken gewährleisten in der Schweiz die medizinische Grundversorgung.»

Fabian Vaucher
Präsident pharmaSuisse

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Medienmitteilung

EFAS – was ist das?

 
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Unsere medizinische Grundversorgung soll auch in Zukunft qualitativ gut und finanzierbar sein. Die Verlagerung von den teureren stationären zu den günstigeren ambulanten Behandlungen ist deshalb gesamtwirtschaftlich gewünscht und sinnvoll. Stationäre Kosten werden heute von Krankenversicherern (45%) und Kantonen (55%) gemeinsam getragen. Die ambulanten Kosten hingegen werden vollständig (100%) durch die Krankenversicherer und somit durch die Prämien ihrer Versicherten gedeckt. Das heutige System schafft einen finanziellen Fehlanreiz. Das hat zur Folge, dass zum Teil Eingriffe stationär vorgenommen werden, obwohl sie medizinisch gleichwertig und günstiger ambulant durchgeführt werden könnten.

EFAS bringt vier grosse Vorteile:

  1.  Mit EFAS sind die beiden Kostenträger Krankenversicherer und Kantone gemeinsam an einer effizienten Gesundheitsversorgung interessiert. Mit der einheitlichen Finanzierung setzen sie sich mit vereinten Kräften für weiterhin tragbare Gesundheitskosten ein.

  2. Mit EFAS können die Krankenversicherer die Verlagerung von stationär nach ambulant stark vorantreiben.


    So lässt sich bis zu einer Milliarde Franken einsparen.

  3. EFAS verleiht der integrierten Versorgung und somit alternativen Versicherungsmodellen zusätzlichen Schub. Bereits heute wird der Effizienzvorteil dieser Modelle (z.Bsp. Hausarztmodell) als Prämienrabatt an die Versicherten weitergegeben. Weil EFAS alternative Modelle noch attraktiver macht, können die Prämienrabatte erhöht werden. Mit der integrierten Versorgung lassen sich gemäss Studien jährlich rund drei Milliarden Franken einsparen. Auch hier leistet EFAS seinen Beitag. Aus medizinischer Sicht ist die Stärkung der integrierten Versorgung wünschenswert. Denn diese ist qualitativ besser, weil Patientinnen und Patienten bedürfnisorientierter behandelt und Spitalaufenthalte reduziert werden können. In einer alternden Gesellschaft mit steigender Anzahl chronisch kranker Menschen ist diese Betreuungsform am wirkungsvollsten.

  4. EFAS ist solidarischer und sozialer: Es würden alle von den Kantonsbeiträgen profitieren – unabhängig davon, ob sie ambulant oder stationär behandelt werden. Andererseits würden sich die Anteile der Kantone und der Prämienzahlenden an der Leistungsfinanzierung langfristig im Gleichschritt entwickeln.